
MIAU ist nicht MIAU
Eine Phonetikerin hat das ‚Miau‘ der Hauskatze genauer unter die Lupe genommen.
Was sich vermuten ließ, bestätigt auch die akustische Analyse: Katzen benutzen variierende Melodien und Betonungen des Miaus, um mit dem Menschen zu kommunizieren.
Je nach Bedürfnis verwenden sie unterschiedliche Klänge, um mitzuteilen, was genau sie wollen. Wie haben Katzen das gelernt und wie verstehen wir sie?
Alles Begann mit der Domestizierung. Seit 10000 Jahren leben Mensch und Katze zusammen, dadurch kam es zu einer evolutionären Entwicklung: Katzen lernten, sich dem Menschen mitzuteilen, der Mensch wiederum bevorzugte wahrscheinlich Katzen, deren Laute dem menschlichen Gehör besondere Freude bereiten. Das Ausmaß dieser Entwicklung wird umso deutlicher, wenn man die Hauskatze mit der Wildkatze vergleicht: Die Wildkatze miaut so gut wie nie.
Laut den Analysen macht eine verängstigte Katze „Miiii-au“, eine bettelnde Katze wiederum „Miii-Aaaaau“. Generell schlägt die akustische Kurve bei der hungrigen Katze höher aus, bei einer zufriedenen Katze variiert die Melodie stärker. Menschen erkennen oft ganz von allein die Bedürfnisse der Katzen vollkommen richtig. Diese Intuition ist bei Katzenhaltern stärker ausgeprägt als bei Laien.
Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/forscher-ergruenden-die-sprache-der-katzen-a-1103243.html



